Sand

Baum auf Huegel

Entstehung
Die Sandgebiete der nördlichen Oberrheinebene entstanden vor etwa 10.000 Jahren zum Ende der letzten Eiszeit. Vom Fluss angeschwemmtes Material aus den Alpen wurde im Rheingraben abgelagert.
Die damals vorherrschenden Westwinde bliesen in der Folgezeit Teile des Sedimentes ostwärts und formierten es zu einem rechtsrheinischen Streifen von Flugsandgebieten. Heute sind die Reste dieser ehemals ausgedehnten Areale stark gefährdete Binnendünenbiotope.

Unsere Sande
Als Besonderheit unserer Sandstandorte finden sich hier noch heute Arten, die ihren Verbreitungsschwerpunkt eigentlich am Mittelmeer, am Atlantik oder weiter östlich auf dem Festland haben. Diese spezielle geografische Lage und die klimatische Begünstigung machen diese Sandlebensräume ungewöhnlich artenreich. Auf fast allen Flächen kommen zahlreiche Arten der Roten Liste vor, die zum Teil europaweit unter Schutz stehen. Hieraus begründet sich die überregionale Bedeutung der Sandgebiete des Landkreises Darmstadt-Dieburg.

Andrena carbonaria & Armeria elo

Gefährdung
Typische Sandarten sind auf die vermeintlich „ungünstigen“ Bedingungen des Lebensraumes Sand mit Hitze, Sonnenstrahlung, Trockenheit und Nährstoffarmut zumeist wegen ihrer Konkurrenzschwäche angewiesen.
Die Kleinflächigkeit und Isolation der Dünenrelikte erfordert ihre Vernetzung und Wiederherstellung (Restitution), um diese gefährdeten Ökosysteme nachhaltig zu bewahren.

 

Multi-Species-Beweidung
Durch eine angepasste Nutzung wie die hier praktizierte Beweidung, sind die meisten Flächen dauerhaft zu erhalten und zu entwickeln.

Esel in Sandlandschaft