Vernetzung via Restitution und Beweidung
Im Projekt sollen Biotopverbundsysteme für Ried- und Sandlebensräume entstehen.Illustration Vernetzung

 

Restitution
Ein Mittel zu diesem Zweck ist die Restitution (Wiederherstellung) zur Verbindung getrennter Fragmente. Deren Standorteigenschaften, Vegetation und evtl. auch Fauna werden auf den Vernetzungsflächen wiederhergestellt.

Neuer Sandlebensraum

Am Beispiel des Naturdenkmals „Bickenbacher Düne“ und südlich gelegener Sandstandorte, lässt sich dies gut erklären. Die Bestände wurden durch eine Sandschüttung verbunden. Die Samen des Naturdenkmals dienten zur „Beimpfung“ des aufgeschobenen Dünenrückens. Zahllose Wildbienen erschlossen sofort das neue Refugium. Auch für andere Rote-Liste-Arten wie das Ohrlöffel-Leimkraut wurde der Lebensraum damit vergrößert.

 

Beweidung
Im stark zerschnittenen Ballungsraum Rhein-Main ergibt sich nur selten die Chance, zwei Restbestände räumlich derart zu vernetzen.

Schaf mit Samen

Daher ermöglicht die „geborgte Beweglichkeit“ der Schafe bedrohten Pflanzenarten, an geeignete Standorte zu gelangen, obwohl diese nicht aneinandergrenzen. Die Tiere tragen Samen und Früchte von einer Fläche zur nächsten.

 

Vernetzung
Beide Mechanismen, Restitution und Beweidung, sind geeignete Wege für die räumliche bzw. funktionelle Vernetzung im Biotopverbund.

Neuer Sandlebensraum